Ausstellung "Tatort Rheinland-Pfalz"

Großes Interesse an der AusstellungGroßes Interesse an der AusstellungAm 22. Oktober wurde im Jugend- und Kooperationszentrum "Die Mühle" die Ausstellung "Tatort Rheinland-Pfalz" eröffnet, die im Folgenden zwei Wochen im Café zu sehen war.
Die Eröffnungsfeier war mit 50 Teilnehmenden gut besucht. Auch einige Jugendliche, die zuvor das Jugendcafé besuchten, blieben interessiert im Raum. Nach einigen Grußworten gab es reichlich Zeit um sich in Ruhe die Ausstellung anzusehen oder mit anderen ins Gespräch zu kommen. Die 18 Plakate bieten eine gute Möglichkeit zur Auseinandersetzung mit den Erscheinungsformen „moderner" Neonazis. Sie zeigen auf, dass Rechtsradikalismus kein gesellschaftliches Randgruppenproblem ist.

Die Eröffnungsfeier

Gute Erklärungen der AusstellungsinhalteGute Erklärungen der AusstellungsinhalteZur Eröffnung sprachen Monika Kulas vom DGB und Jürgen Locher für das Netzwerk am Turm, die zusammen mit der Jugendförderung die Ausstellung nach Bad Kreuznach geholt haben.
Die Bürgermeisterin Martina Hassel unterbrach die Sitzung des Sozialausschusses und besuchte zusammen die Feier. Zunächst gab sie einen kurzen Abriss der vielfältigen Aktionen, Ausschüsse und Entscheidungen in Bad Kreuznach, die sich ebenso wie die Ausstellung in die Reihe der Zielsetzungen gegen rechts ordnet. Doch auch verschiedene einzelne Projekte aus den vergangen Wochen fanden ihre Erwähnung: So sei gerade der "Engel der Kulturen" durch Bad Kreuznach gerollt und viele Menschen haben sich den Nazis am Holzmarkt gegenüber gestellt. Für eine so kleine Stadt sei das ganz schön gut, aber Bad Kreuznach sei ja auch ein Ort der Vielfalt.

Die Ausstellung und ihre Bedeutung

Konzipiert und erarbeitet wurde die Ausstellung vom Netzwerk für Demokratie und Courage (NDC) und der Heinrich Böll Stiftung Rheinland-Pfalz, auf deren Website man auch weitere Informationen zur Ausstellung erhalten kann. Alrun Schleiff vertrat am Eröffnungsabend die Heinrich Böll Stiftung. Sie gab einen guten Überblick über den Aufbau der Ausstellung und auch über die Weiterentwicklung in der Szene. So wird die Ausstellung derzeit erneut überarbeitet, um auf dem aktuellsten Stand zu sein. Besonders deutlich wird dies in der Tatsache, dass bislang von einem 3-Säulen-Konzept des Rechtsradikalismus ausgegangen wurde: Kampf um die Köpfe, Kampf um die Straße, Kampf um die Parlamente. In vergangener Zeit wurde nun deutlich, dass noch eine 4. Säule hinzu kam: der Kampf um den organisierten Willen. Umso wichtiger werde es, dass man raus auf die Straße geht und seine Meinung gegen rechts äußert, da nur dann der Widerstand öffentlich sichtbar sei. Die Plakate der Ausstellung weisen auf noch einen wichtigen Aspekt hin: Um die Gefahr von rechts zu erkennen, ist es wichtig auf die verschleierten Botschaften in Kleidung und Musik zu achten und die entsprechenden Styles und Codes zu deuten.

Was lernen wir daraus?

In den zwei Wochen nach der Eröffnung wurde die Ausstellung von mehreren Gruppen besucht und es wurde deutlich, dass die Arbeit der Aufklärung noch lange nicht beendet ist. Man darf nicht nachlässig werden und auf die Methoden und Machenschaften der Rechten immer weiter aufmerksam machen.


Hier noch einige Bilder von der Ausstellungseröffnung.