Internationaler Frauentag 2010- Brauchen wir den noch?

„Ich kann doch nicht jeden Tag für meine Rechte kämpfen“

Frauentag 2010, MädchengruppeMädchen aus der Realschule an der Heidenmauer debattierten zum Weltfrauentag 2010. Sie finden es gut, dass eine solche Veranstaltung angeboten wird. Viele von ihnen hätten diesem Tag sonst nicht wahrgenommen. Über dreißig junge Mädchen und Frauen zwischen 15 und 16 Jahren nahmen am Projekttag des „Arbeitskreises Mädchen“ aus Bad Kreuznach teil. Hierzu gehören u. a. Katharina Becker (Stadtjugendförderung, „die Mühle“), Stephanie Otto (Jugendreferat an Kirchenkreis Nahe und Glan), Hildegard Gemünden (Stadt Bad Kreuznach), Ann-Katrin Herold (Arbeiten und Leben), Tanja Purper (CJD), Sabine Messer und Dorothee Weiland (Kreis Bad Kreuznach).

Frauen und Technik, Frauentag 2010Die Realschule, vertreten durch die Lehrerin Uschi Esters-Pabsch, zeigte begeistertes Interesse für diese Aktion.  In Kleingruppen wurden die Mädchen zweier 9. Klassen kommunikativ, kreativ und konstruktiv.
Die Kernthemen waren, dass Frauen im Durchschnitt 23 % weniger als Männer verdienen, das Recht auf Bildung in anderen Ländern und das Klischee vom Frauen- und Männerbild 2010.
Frauentag 2010 Arbeitskreisfrau Sabine Messer„Ich kann doch nicht jeden Tag für meine Rechte kämpfen“, äußerte sich eine Schülerin, „das ist so anstrengend.“ Die Klassenkameraden hinterfragten vorab den Tag mit der Frage: „Frauentag – sollen wir Euch jetzt besser behandeln, oder was?“ Viele haben konkrete Ziele, was die Zukunftsplanung wie ihre weitere schulische und berufliche Ausbildung angeht.

Als Fazit befanden die Mädchen, dass es um Gleichbehandlung zwischen Frau und Mann geht. In finanzieller Hinsicht, wie auch in den Bereichen Haushalt und Kindererziehung. Kompetenzen sind den Personen und nicht dem Geschlecht zuzuordnen.
Dies sieht auch die Realschule so: In der 6. Klasse durchläuft jede/-r Schüler/-in für eine bestimmte Zeit alle Wahlfächer, um Einblicke in die sonst klassischen Männer- und Frauenberufe zu erhalten.
Ab 2012 gibt es neue Wahlfächer wie Hauswirtschaft und Soziales  (HuS), Technik und Naturwissenschaft (TuN), Wirtschaft und Verwaltung (WuV) und Theaterpädagogik. Damit soll Interesse geweckt werden neue  Fachbereiche und Berufsbilder zu entdecken.