Kinderdorf 2009: Zelt 9 mit dem Förster unterwegs

An einem gewöhnlichen Kinderdorf-Mittwoch versammelten wir uns alle gemeinsam am Bahnhof. Jedoch schlug Zelt 9 heute einen anderen Weg ein. Wir nahmen die Linie 203 und begaben und auf den Weg zum Soonwald, wo schon auch bald der Forstwirt auf uns wartete.

Erlebnisse im Wald

Nach ca. 15 Minuten Busfahrt stiegen wir auf dem Kuhberg aus und machten einen kleinen Spaziergang durch den Wald. Schon hier begannen sich die Kinder mit dem Wald zu identifizieren. Sie schauten sich um, ob sie Waldbewohner zu Gesicht bekommen und erzählten ganz aufgeregt von ihren Erlebnissen in Wäldern. Unterwegs kamen wir an einem Spielplatz vorbei, der sich super für eine Rast anbot. Die Kinder spielten, frühstückten und genossen sichtbar den Kontakt zur Natur.

Bald machten wir uns wieder auf den Weg in Richtung Treffpunkt mit dem Forstwirt Heiko. Er erwartete uns mit zusammen mit der Unterstützung seines Auszubildenden und Praktikanten. Alle drei konnten die Kinder mit ihren Erzählungen begeistern und sehr schnell zum Mitmachen animieren. So wurden ihnen auf spielerische Art und Weise die verschiedenen Wurzelarten erklärt und auch der korrekte Umgang mit dem Wald beigebracht. Dass man zum Beispiel keinen Müll im Wald lassen sollte, konnten die Kinder schon selbst sagen, „...das ist doch klar“.

Das Prinzip des Gleichgewichts im Wald anschaulich dargestellt

Und auch das Prinzip des Gleichgewichtes im Wald war für alle leicht verständlich, denn immerhin konnten sie so ihren Betreuer Peter etwas quälen. Er durfte nämlich den Baum darstellen, welcher mit ausgestreckten Armen die positiven (Blätter und kleine Stöcke) und negativen (Steine) Umwelteinflüsse in die linke und rechte Hand gelegt bekommen hat. Schnell konnte man sehen, dass die Steine nicht nur für den Baum sondern auch für Peter von Nachteil waren. Unter fröhlichem Kindergelächter musste er leider bald aufgeben und die Steine in seinem rechten ausgestreckten Arm fallen lassen.

Leider neigte sich unser Ausflug schon langsam dem Ende zu und somit wurden wir von dem Forstwirt und seinen Begleitern zur Fähre nach Bad Münster begleitet. Hier verabschiedeten wir uns von einander und die Kinder bedankten sich sehr herzlich bei Heiko und seiner tatkräftigen Unterstützung.

Knurrende Mägen auf der Fähre

Nach einer kurzen Wartezeit durften wir uns einen Platz auf der kleinen Fähre suchen, die uns auf die andere Seite der Nahe brachte. Nun mussten wir uns aber auch beeilen, denn das Mittagsessen im Kinderdorf Salinental wartete schon auf uns und die Mägen der Kinder knurrten um die Wette.

So kamen wir etwas verspätet, hungrig und erschöpft im Salinental an, dafür hatten die Kinder von Zelt 9 eine Menge zu erzählen. Und an so einem heißen Tag waren alle froh sich nach dem Mittagessen im Schwimmbad erfrischen und erholen zu dürfen.