Jugendschutz und Suchtprävention bei Großveranstaltungen

Empfehlungen für VeranstalterInnen zum Umgang mit Alkoholkonsum und Alkoholprävention als Unterstützung bei einem verantwortungsbewussten Umgang mit Alkohol. Erstellt vom regionalen Arbeitskreis Suchtprävention.

1. Situationsbeschreibung

Warum ist Alkoholprävention notwendig?

2. Haltung und Verantwortung

Die richtige Einstellung von VeranstalterInnen und die Notwendigkeit der Regeleinhaltung

3. Grenzen definieren

Wo liegen die Grenzen des Alkoholkonsums bei Veranstaltungen und was können VeranstalterInnen tun

4. weitere Informationsquellen

Interessante Adressen zur konkreten Arbeit

5. Ordnungsämter der Stadt und dem Landkreis Bad Kreuznach

Kontaktadressen der Ordnungsämter

6. Das Jugendschutzgesetz/ Auszüge

Für Veranstaltungen und Alkoholprävention wichtige Auszüge

7. Empfehlungen für Veranstaltungen

8. Checkliste/ Aufgaben in der Planungsphase

Zu beachtende Punkte für VeranstalterInnen

9. Empfehlungen zur Eingangs- und Ausschankkontrolle durch die Zuordnung mit Kontrollbändern/ bei öffentlichen Tanzveranstaltungen

Eine Möglichkeit, um Altersüberprüfungen bei Veranstaltungen umzusetzen

1. Situationsbeschreibung

 

Alkoholkonsum ist heute in unserer Gesellschaft ein alltäglich anzutreffendes Phänomen. Dieses Verhalten macht mittlerweile auch nicht mehr vor Kindern und Jugendlichen halt.

Übermäßiger und risikoreicher Alkoholkonsum verursacht hohe Gesundheitskosten (jährlich sterben in der BRD ca. 40.000 Personen an den Folgen von Alkoholmissbrauch) und beeinträchtigt die Lebensqualität der Konsumenten sowie die des Umfeldes. Sie verhindern zudem eine altersentsprechende Entwicklung bei Kindern und Jugendlichen.

Die Folgen von Alkoholmissbrauch betreffen die Allgemeinheit, also auch die BewohnerInnen einer Gemeinde. Deshalb ist es sinnvoll, wenn auch Alkoholprävention vor Ort, also in den Kommunen, aufgebaut sowie wahrgenommen wird. Hierbei geht es einerseits um die Einhaltung gesetzlicher Vorgaben, wie zum Beispiel dem Jugendschutzgesetz, aber auch um die Schaffung von Strukturen mit Vorbildfunktion. Aktiver und struktureller Jugendschutz dient der Information der Öffentlichkeit und der Unterstützung von Gemeinden sowie Veranstaltern bei der aktiven Umsetzung der Alkoholprävention im Rahmen eigenverantwortlicher Handlungsbereiche.

In der Praxis werden damit zum Beispiel alkoholbedingte Verkehrsunfälle, generelle Gewaltbereitschaft, Vandalismus oder Nachtruhestörungen sowie ein risikobehafteter Alkoholkonsum von Jugendlichen und Erwachsenen reduziert.

Konsumverhalten von Kindern und Jugendlichen: Alkohol ist nach wie vor das am häufigsten konsumierte Rauschmittel im Jugendalter. Je früher junge Menschen erste Erfahrungen mit dem Alkoholkonsum machen oder aber ihren ersten Alkoholrausch erleben, um so größer gestaltet sich ihr Risiko, im späteren Lebenslauf Alkoholprobleme bzw. eine Abhängigkeit zu entwickeln.

Trinkverhalten (aus Befragung BzgA): Nur wenige 11- bis 15-Jährige trinken regelmäßig. Die meisten trinken nicht oder nur sehr selten. Jedoch zeigt sich, dass 47 % der Jungen und 43 % der Mädchen zum Befragungszeitpunkt Alkoholkonsum im Alltagshandeln aufweisen, also keine Abstinenz zeigen.

Regelmäßigen Alkoholkonsum finden wir im Bundesschnitt bei 2,4 % der 11- jährigen Jungen und bei 0,6% der Mädchen diesen Alters.

Wie beim Rauchen vollzieht sich zwischen dem 11. und 13. Lebensjahr die Initiation des Alkoholkonsums, so dass bei den 13-Jährigen bereits 11,3% der Jungen und 8,5 % der Mädchen regelmäßig trinken. Unter den 15 -Jährigen finden wir dann 37 % der Jungen und bei knapp ¼ der Mädchen regelmäßigen Alkoholkonsum.

Die Zahlen sind erschreckend hoch, drücken sie doch den Alkoholkonsum derer aus, die nach dem Jugendschutzgesetz noch keinen Alkohol erwerben dürfen und diesen in der Öffentlichkeit auch nicht konsumieren dürfen. Der Anteil Jugendlicher, die in den letzten 30 Tagen mindestens einmal fünf oder mehr Gläser hintereinander getrunken haben (Binge drinking) lag in den vergangen Jahren bei 19 bis 23 %.

Seit ca. einem Jahr lassen sich sowohl bei der konsumierten Menge, als auch bei der jeweiligen prozentualen Altersgruppengröße sinkende Tendenzen vermerken. Eine Erklärungsmöglichkeit liegt in der zusätzlichen Besteuerung von Alkopops (siehe Befragung der BZgA Mai 2005).

Das Durchschnittsalter des ersten Alkoholkonsums liegt derzeit bei 12,8 Jahren (HBSC -Studie / Health Behavior in School - aged Children), bei Jungen nur unwesentlich früher als bei Mädchen.

Der erste Alkoholrausch findet durchschnittlich mit 13,8 Jahren statt, also in der Regel etwa ein Jahr nachdem erste Erfahrungen mit dem Alkohol gemacht wurden. Jungen erleben ihren ersten Alkoholrausch dabei signifikant früher als Mädchen.

2. Haltung und Verantwortung

zurück nach obenEs ist nicht das Ziel des Jugendamtes, Alkohol gänzlich von Veranstaltungen zu verbannen. Ziel ist es vielmehr, die Veranstalter bei der Umsetzung der gesetzlichen Jugendschutzbestimmungen und anderen Vorschriften zu unterstützen. Diese gesetzlichen Vorgaben sind Bestandteil gegebener gesetzlicher Rahmenbedingungen und sind gesundheitspolitisch begründet. Sie gehören damit aus unserer Sicht zu unseren gesellschaftlichen Regeln und haben somit ihren Geltungsbereich auch bei öffentlichen Veranstaltungen.

Um die bestehenden Jugendschutzbestimmungen einhalten zu können, müssen Sie das Alter der betroffenen Kunden- und Zielgruppe prüfen (16 bzw. 18 Jahre). Bitte informieren Sie daher die potentiellen Besucher bereits im Vorfeld der Veranstaltung darüber, dass Alterskontrollen stattfinden werden und das Sie dem Jugendschutz oder anderen Maßnahmen ( z.B. der Unfallprävention) spezielle Beachtung schenken werden. Machen Sie Ihr Verantwortungsbewusstsein publik und helfen Sie mit, dass Alkoholprävention zur Selbstverständlichkeit wird. Dann gehören Sie und Ihre Organisation, Ihre Helferinnen und Helfer auf jeden Fall zu den Gewinnern, selbst wenn Einnahmeeinbußen entstehen sollten.

3. Grenzen definieren

Jugendschutz kann im engeren Sinne beschränkt werden auf die gesetzlich gebundenen Bestimmungen und eine damit verbundene Aufklärung

sowie auf eine inhaltliche Auseinandersetzung mit Suchtphänomenen.

Jugendschutz unter Gesichtspunkten der Alkoholprävention bezieht sich bei der Ausgestaltung von Festveranstaltungen, Schulveranstaltungen usw. auf einen KonsumentInnen - Schutz, also die Anleitung zum risikoarmen Konsum, die Formulierung und Einhaltung von Regeln auf den Veranstaltungen. Intention ist es, Jugendlichen ein genussvolles und verantwortungsbewusstes Trinkverhalten zu vermitteln.

Der Verkauf und das Zulassen des Konsums von Bier und Wein an Jugendliche bis 16 Jahre und der Verkauf und das Zulassen des Konsums von Spirituosen, solche enthaltenden Mixgetränken und Tabak an Jugendliche bis 18 Jahre ist verboten.

Ebenso erachten wir das Zulassen des öffentlichen Alkoholkonsums (Bier, Wein) bei Kindern unter 16 Jahren durch die Eltern als nicht angebracht.

Grenzen zu definieren bedeutet Ausschank- und Bedienungspersonal zu informieren und eine umfassende Eingangskontrolle zu gewährleisten. Sie und alle eingesetzten Helferinnen und Helfer müssen wissen, warum und vor allem wie Alkoholprävention an Festveranstaltungen umgesetzt werden kann, damit der Sinn erkannt und die Motivation sowie eine Handlungssicherheit aufgebaut werden kann.

Wo Alkohol ausgeschenkt wird, kommt es auch immer wieder vor, dass über den Durst getrunken wird. Dem kann kein Veranstalter vorbeugen. Aber dass an bereits Betrunkene weiter Alkohol ausgegeben wird, lässt sich sehr wohl verhindern. Ebenso lässt es sich einrichten, dass Angetrunkenen der Zutritt zu Veranstaltungen versagt bleibt.

Neben der Tatsache, dass die Abgabe von alkoholischen Getränken an Betrunkene ein Ordnungswidrigkeitsdelikt darstellt, ist es auch aus gesundheitlicher Sicht verantwortungslos (siehe hierzu auch § 20 Abs. 2 GastG).

Alkoholprävention und Einhaltung des Jugendschutzes ist ein Gewinn für Veranstaltungen.

Vertreten Sie ein klares Veranstaltungskonzept und lösen Sie die gesetzlichen Rahmenbedingungen ein, so haben Sie ggf. geringe Umsatzeinbußen

Dennoch gehören Sie zu den Gewinnern, denn Sie haben:

- Ihr Image in der Öffentlichkeit gesteigert,

- eine Vorbildfunktion ausgeübt,

- weniger Randale oder Vandalismus provoziert,

- keine alkoholbedingten Unfälle in Kauf genommen und

- gesetzeskonform sowie gesundheitspolitisch verantwortungsvoll und vorbildlich gehandelt.

4. Weitere Informationsquellen

Caritasverband

Fachstelle für Suchtprävention
Bahnstraße 26
55543 Bad Kreuznach
Kontakt: Frank Ohliger-Palm
Telefon 0671 838280
Mail Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

Kreisjugendamt

Salinenstraße 47
55543 Bad Kreuznach
Kontakt: Dorothee Weiland
Telefon 0671 803330
Mail Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

Lothar Zischke
Telefon 0671 803384
Mail Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

Stadtjugendamt

Mühlenstraße 23
55543 Bad Kreuznach
Kontakt: Vanessa Berg
Telefon 0671 9200412
Mail Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz

Karmeliterplatz 3
55116 Mainz
Kontakt.: Frau Helms
Telefon 06131 206924
Mail Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.


Polizeiinspektion Bad Kreuznach

Ringstraße 3, 55543 Bad Kreuznach
Telefon 0671 88110

Polizeiinspektion Kirn

Bahnhofstraße 16, 55606 Kirn
Telefon 06752 156-0

Polizeiinspektion Lauterecken

Hauptstraße 19, 67742 Lauterecken
Telefon 06382 911-0

Kreisjugendring Bad Kreuznach e.V. / „Wunderbar"

Kallenfelser Straße 6
55606 Kirn
06752 91110

5. Ordnungsämter der Stadt und dem Landkreis Bad Kreuznach

Stadt Bad Kreuznach
Hochstraße 48
55545 Bad Kreuznach

Verbandsgemeinde Bad Kreuznach
Rheingrafenstr. 2
55543 Bad Kreuznach

Verbandsgemeinde Bad Münster am Stein Ebernburg
Rheingrafenstr. 11
55583 Bad Münster am Stein Ebernburg

Verbandsgemeinde Kirn-Land
Bahnhofstraße 31
55606 Kirn

Stadtverwaltung Kirn
Kirchstraße 3
55606 Kirn

Verbandsgemeinde Langenlonsheim
Naheweinstraße 80
55450 Langenlonsheim

Verbandsgemeinde Meisenheim
Obertor 13
55590 Meisenheim

Verbandsgemeinde Rüdesheim / Nahe
Nahestraße 63
55593 Rüdesheim

Verbandsgemeinde Stromberg
Warmsrother Grund 2
55442 Stromberg

6. Das Jugendschutzgesetz / Auszüge

§ 1 Begriffsbestimmungen

(1) Im Sinne dieses Gesetzes

1. sind Kinder Personen, die noch nicht 14 Jahre alt sind,

2. sind Jugendliche Personen, die 14, aber noch nicht 18 Jahre alt sind,

3. ist personensorgeberechtigte Person, wem allein oder gemeinsam mit einer anderen Person nach den Vorschriften des Bürgerlichen Gesetzbuchs die Personensorge zusteht.

4. ist erziehungsbeauftragte Person, jede Person über 18 Jahren, soweit sie auf Dauer oder zeitweise aufgrund einer Vereinbarung mit der personensorgeberechtigten Person Erziehungsaufgaben wahrnimmt oder aufgrund einer Vereinbarung mit der personensorgeberechtigten Person Erziehungsaufgaben wahrnimmt oder soweit sie ein Kind oder eine jugendliche Person im Rahmen der Ausbildung oder der Jugendhilfe betreut.

§2 Prüfungs- und Nachweispflicht

(1) Soweit es nach diesem Gesetz auf die Begleitung durch eine erziehungsbeauftragte Person ankommt, haben die in § 1 Abs. 1 Nr. 4 genannten Personen ihre Berechtigung auf Verlangen darzulegen. Veranstalter und Gewerbetreibende haben in Zweifelsfällen die Berechtigung zu überprüfen.

(2) Personen, bei denen nach dem Gesetz Altersgrenzen zu beachten sind, haben ihr Lebensalter auf Verlangen in geeigneter Weise nachzuweisen. Veranstalter und Gewerbetreibende haben in Zweifelsfällen das Lebensalter zu überprüfen.

§ 5 Tanzveranstaltung

(1) Die Anwesenheit bei öffentlichen Tanzveranstaltungen ohne Begleitung einer personensorgeberechtigten oder erziehungsbeauftragten Person darf Kindern und Jugendlichen unter sechzehn Jahren nicht und Jugendlichen ab sechszehn Jahren längstens bis 24 Uhr gestattet werden.

(2) Abweichend von Absatz 1 darf die Anwesenheit Kindern bis 22 Uhr und Jugendlichen unter sechzehn Jahren bis 24 Uhr gestattet werden, wenn die Tanzveranstaltungen von einem anerkannten Träger der Jugendhilfe durchgeführt wird oder die künstlerischen Betätigung oder der Brauchtumspflege dient.

(3) Die zuständige Behörde kann Ausnahmen genehmigen

§ 7 Jugendgefährdende Veranstaltungen und Betriebe

Geht von öffentlichen Veranstaltungen oder einem Gewerbebetrieb eine Gefährdung für das körperliche, geistige oder seelische Wohl von Kindern oder Jugendlichen aus, so kann die zuständige Behörde anordnen, dass der Veranstalter oder Gewerbetreibende Kindern und Jugendlichen die Anwesenheit nicht gestatten darf. Die Anordnung kann Altersbegrenzungen, Zeitbegrenzungen oder Auflagen enthalten, wenn dadurch die Gefährdung ausgeschlossen oder wesentlich gemindert wird.

§ 8 Jugendgefährdende Orte

Hält sich ein Kind oder eine jugendliche Person an einem Ort auf, an dem ihm oder ihr eine unmittelbare Gefahr für das körperliche, geistige oder seelische Wohl droht, so hat die zuständige Behörde oder Stelle die zur Abwendung der Gefahr erforderlichen Maßnahmen zu treffen. Wenn nötig, hat sie das Kind oder die jugendliche Person

1. zum Verlassen des Ortes anzuhalten,

2. der erziehungsberechtigten Person im Sinne des § 7 Absatz 1 Nummer 6 SGB VIII zuzuführen oder, wenn keine erziehungsberechtigte Person erreichbar ist, in die Obhut des Jugendamtes zu bringen.

In schwierigen Fällen hat die zuständige Behörde oder Stelle das Jugendamt über den jugendgefährdenden Ort zu unterrichten.

§ 9 Alkoholische Getränke

(1) In Gaststätten, Verkaufsstellen oder sonst in der Öffentlichkeit dürfen

1. Branntwein, branntweinhaltige Getränke oder Lebensmittel, die Branntwein in nicht nur geringfügiger Menge enthalten, an Kinder und Jugendliche,

2. andere alkoholische Getränke an Kinder und Jugendliche unter sechzehn Jahren, weder abgegeben noch darf ihnen der Verzehr gestattet werden.

(2) Absatz 1 Nr. 2 gilt nicht, wenn Jugendliche von einer personensorgeberechtigten Person begleitet werden.

§ 10 Rauchen in der Öffentlichkeit

(1) In Gaststätten, Verkaufsstellen oder sonst in der Öffentlichkeit dürfen Tabakwaren an Kinder oder Jugendliche unter achtzehn Jahren weder abgegeben noch darf ihnen das Rauchen gestattet werden.

 

7. Empfehlungen für Großveranstaltungen

 

 

Prüfung und Information

Um die bestehenden Jugendschutzbestimmungen einhalten zu können, müssen Sie das Alter der betroffen Kundengruppe prüfen (14, 16 bzw. 18 Jahre). Nehmen Sie eine Alterskennzeichnung durch die Ausgabe von farbigen Kontrollarmbändern vor. Sie haben es einfacher, wenn das Publikum bereits im Vorfeld der Veranstaltung darüber informiert wird, das Alterskontrollen stattfinden werden. In der Berichterstattung über ihre Veranstaltung darf und soll erwähnt werden, dass Sie dem Jugendschutz oder anderen Maßnahmen (z.B. Unfallprävention) spezielle Beachtung geschenkt haben. Machen Sie Ihr Verantwortungsbewusstsein publik und helfen Sie mit, dass Alkoholprävention zur Selbstverständlichkeit wird.

(Konkrete Empfehlungen zu Eingangs- und Ausschankkontrollen finden sich in der Tabelle des letzten Gliederungspunktes.)

Personalinformation:

Ihr Ausschankpersonal ist der wichtigste Faktor bezüglich korrekter Alkoholabgabe. Gut instruiertes und geschultes Personal ist die Voraussetzung, damit Ihre Bemühungen in der Praxis greifen. Nutzen Sie eine frühzeitige Information für das Ausschank- und Bedienungspersonal.

Alkoholfreies Angebot:

Jugendliche Gäste, die keinen Alkohol trinken dürfen, sollen auch auf ihre Rechnung kommen. Sorgen Sie dafür, dass das alkoholfreie Angebot attraktiv und einladend ist Ermöglichen Sie gute Alternativen zum Alkohol, damit man sich auch mit einem Softdrink sehen lassen kann.

8. Checkliste / Aufgaben in der Planungsphase

 

Grundsätzliches

- Altersgrenzen für den Eintritt zur Veranstaltung festlegen
- Hinweis auf Jugendschutzbestimmungen und Ausweispflicht auf Plakat, Flyer, Inserat, Eintrittskarte, Internet und anderem
- Unterstützung durch Personen bei der Planung der Jugendschutzmaßnahmen (Formular Erziehungsbeauftragte gemäß Jugendschutzgesetz)

 

Eingangsbereich

Kontrollen:
- Alterseinteilung mittels verschiedenfarbiger Kontrollbänder (Zu beziehen über entsprechende Anbieter / siehe Internet)
- Plakate, die auf die Altersbeschränkung bzw. auf die Ausweispflicht hinweisen
- Einlasskontrolle bis zum Ende der Veranstaltung gewährleisten
- genügend Personal (volljährig) für Eingang , Kasse und Sicherheit aufbieten
- wenn Körperkontrollen vorgesehen sind, männliches und weibliches Personal aufbieten

Einweisung Personal Eingangsbereich:
- Frühzeitige und kompetente Einweisung
- wer arbeitet, trinkt kein Alkohol
- konsequente Ausweiskontrolle
- kontrollieren, dass kein Alkohol die Eingangskontrolle passiert
- angeheiterte Personen auf Fahrtüchtigkeit ansprechen

 

Service- und Barpersonal

Einweisung Personal Service- und Barbereich:
- frühzeitige und kompetente Einweisung
- Bar- oder Serviceverantwortliche bestimmen
- genügend Bar- und Servicepersonal aufbieten
- wer arbeitet, trinkt keinen Alkohol
- Einhaltung gesetzlicher Jugendschutzbestimmungen
- konsequente Ausweiskontrolle, sofern keine Kontrollbändchen abgegeben wurden
- Jugendliche bei der Wahl von nicht alkoholischen Getränken unterstützen
- Umgang mit Jugendlichen klären, die keinen Alkohol trinken dürfen
- keinen Alkoholausschank an Betrunkene

 

9. Empfehlung zur Eingangs- und Ausschankkontrolle durch die Zuordnung mit Kontrollbändern / bei öffentlichen Tanzveranstaltungen

ROT

Kinder / Jugendliche bis 16 Jahren in Begleitung einer personensorgeberechtigten / erziehungsbeauftragte Person (Eltern):

Der Eintritt ist nur möglich in Begleitung einer personensorgeberechtigten (Eltern) oder einer erziehungsbeauftragten Person. Prüfung und Nachweis sind diesbezüglich zwingend erforderlich.

Achtung: Der Verkauf und das Zulassen des Konsums von alkoholhaltigen Getränken und Tabak ist nicht gestattet.

Ausnahme: Bier und Wein ist nur in Begleitung einer personensorgeberechtigten Person (Eltern) möglich.

 

GELB

Jugendliche von 16 - 18 Jahren / ohne Begleitung einer erziehungsbeauftragten Person:

Der Besuch der Veranstaltung ist nur bis 24.00 gestattet. Altersprüfung beim Eintritt, sowie eine Überprüfung ab 24Uhr sind erforderlich.

Der Hinweis auf eine Zeitbeschränkung im Vorfeld ist erforderlich.

Der Verkauf und das Zulassen des Konsums von branntweinhaltigen Getränken und Tabak ist nicht gestattet.

Der Konsum von Bier und Wein (in geringen Mengen) ist gestattet.

 

BLAU

Jugendliche von 16 - 18 Jahren / in Begleitung von einer personensorge-berechtigten (Eltern) bzw. erziehungsbeauftragten Person:

Altersprüfung und Überprüfung zur Begleitung sind zwingend erforderlich.

Der Verkauf und das Zulassen des Konsums von branntweinhaltigen Getränken und Tabak ist nicht gestattet.

Der Konsum von Bier und Wein (in geringen Mengen) ist gestattet. Ein Verzicht auf den Ausschank empfehlenswert.

 

GRÜN

Personen ab 18 Jahren:

Es gibt keine besonderen Einschränkungen.